Paysafecard kurz erklärt: Guthaben statt Konto
Paysafecard ist ein Guthaben, das Sie vorab kaufen und beim Bezahlen als Code eingeben, ohne Bankkonto dazwischen.
Für Online-Spielotheken mit deutscher Erlaubnis gilt dabei eine Vorgabe, die zu einem Guthaben ohne Namen nicht ohne Weiteres passt: Ein- und Auszahlungen laufen nur über ein Zahlungskonto, das auf Ihren Namen eingerichtet ist, und anonyme Zahlungsmittel sind bei Glücksspielen im Internet nicht zulässig (§ 6b Abs. 4 GlüStV 2021). Ob und wie ein Anbieter Paysafecard unter dieser Vorgabe annimmt, steht nur auf seiner Zahlungsseite; erfasst haben wir es für keinen.
Weiter beschreibt diese Seite das Produkt nicht. Wo es Guthaben gibt, in welchen Beträgen und was es kostet, regeln die Bedingungen von Paysafecard; sie gehen jeder Zusammenfassung vor. Ändern sich diese Bedingungen, gilt die neue Fassung und nicht diese Seite.
An den Regeln für Online-Spielotheken mit deutscher Erlaubnis ändert ein Guthabencode nichts.2 Nimmt ein Anbieter Paysafecard an, ist ein dort eingelöster Code eine Einzahlung, und sie zählt auf das Monatslimit.1 Eine Sperre über OASIS gilt bei jedem erlaubten Anbieter, gleich ob Sie dort mit einem Code oder anders bezahlen.3
Ob ein Anbieter Paysafecard annimmt, steht an seiner Kasse
Für keinen Anbieter haben wir das erfasst. Nachlesen lässt es sich auf der Zahlungsseite, auf der ein Anbieter seine Zahlungsarten selbst nennt.
Rufen Sie diese Seite auf genau der Domain auf, auf der Sie einzahlen wollen. Ein Banner, eine Vergleichsseite oder eine Nachricht mit Link ersetzen das nicht, denn sie zeigen nicht, was die Kasse heute annimmt.
Lesen Sie die Zeile zu Paysafecard vollständig, mit Mindest- und Höchstbetrag und möglichen Entgelten. Nennt die Seite Paysafecard nicht, haben Sie für diesen Tag Ihre Antwort, auch wenn eine ältere Liste etwas anderes behauptet. Halten Sie das Datum fest, an dem Sie nachgesehen haben.
Eine eigene Liste mit Anbietern, die Paysafecard annehmen, gibt es hier nicht. Wir würden sie erst führen, wenn jede Zeile auf eine Zahlungsseite mit Datum zurückgeht, und nicht auf eine Angabe vom Hörensagen.
Was für alle Zahlungsarten gemeinsam gilt, steht auf der Seite Zahlungsarten im Überblick. Dort finden Sie auch die übrigen Zahlungsarten, zu denen es hier eine eigene Seite gibt.
Den Guthabencode schützen, bevor Sie ihn eingeben
Behandeln Sie einen Guthabencode wie Bargeld. Wer die Ziffern kennt, kann das Guthaben einlösen.
Setzen Sie einen Code ein, dann nur an der Kasse einer Domain, die Sie vorher mit der amtlichen Liste der GGL abgeglichen haben und deren Zahlungsseite Paysafecard selbst nennt.2 Fordert jemand den Code per Telefon, Chat oder E-Mail an, etwa als angebliche Gebühr oder Freischaltung, geben Sie ihn nicht heraus. Eine Kasse fragt den Code nur in ihrem eigenen Eingabefeld ab, auf ihrer eigenen Domain.
Kaufen Sie Codes nicht von Privatpersonen oder über Kleinanzeigen. Wo es Guthaben regulär zu kaufen gibt, nennt Paysafecard selbst. Kaufen Sie einen Code erst, wenn die Zahlungsseite des Anbieters Paysafecard nennt, und nur so viel Guthaben, wie Sie wirklich einzahlen wollen; ein ungenutzter Code, der herumliegt, ist ein Code, den jemand anderes finden kann.
Bewahren Sie den Kaufbeleg auf, bis das Guthaben ganz eingelöst ist, und notieren Sie, wo Sie es eingesetzt haben. Ein Foto vom Beleg ist schnell gemacht, ein verlorener Code dagegen kaum zu rekonstruieren.
Einen Guthabencode am Handy sicher eingeben
Am Handy gelten für Paysafecard dieselben Regeln wie am Rechner. Schwieriger ist vor allem, eine lange Ziffernfolge auf dem kleinen Bildschirm fehlerfrei einzugeben. Nehmen Sie sich dafür einen ruhigen Moment, nicht unterwegs zwischen zwei Haltestellen.
Lesen Sie vor dem Eingeben die Domain in der Adresszeile ganz, denn mobile Browser zeigen oft nur einen Teil davon. Ein Tipp in die Zeile zeigt die vollständige Adresse, und nur sie lässt sich mit der amtlichen Liste der GGL vergleichen.2
Legen Sie den Code nicht in Notiz-Apps oder Chats ab, aus denen er später ungewollt weitergegeben werden könnte. Prüfen Sie nach dem Eingeben jede Ziffer, bevor Sie bestätigen, und bleiben Sie auf der Seite, bis die Kasse die Einzahlung anzeigt.
Eine Einzahlung vom Handy zählt genauso auf das Monatslimit wie eine am Rechner.1 Die Anbieter, deren Domain wir bereits mit der amtlichen Liste abgeglichen haben, stehen in der Übersicht der Online-Spielotheken.
Einzahlen mit Guthabencode zählt auf dasselbe Monatslimit
Wo ein Anbieter Paysafecard annimmt, ist ein eingelöster Code dort eine Einzahlung, und jede Einzahlung zählt auf das Monatslimit für alle erlaubten Anbieter zusammen.1 Ein vorab gekauftes Guthaben ändert daran nichts.
Der gesetzliche Grundwert dieses Limits beträgt 1.000 € im Monat. Nur im Einzelfall darf ein Anbieter einen anderen Betrag festsetzen, und zwar wenn seine Erlaubnis das ausdrücklich vorsieht.1
Mit runden Zahlen und beim Grundwert gerechnet: Zahlen Sie im Monat bei einem ersten Anbieter zusammen 400 Euro ein, gleich auf welchem Weg, bleiben beim zweiten Anbieter im selben Monat höchstens 600 Euro, gleich wie Sie dort bezahlen.
Mehrere kleine Codes machen es leicht, den Überblick zu verlieren, weil jeder für sich klein aussieht. Zählen Sie deshalb jeden eingelösten Betrag zur Monatssumme, auch wenn er nur ein paar Euro ausmacht. Am Monatsende zeigt nur Ihre eigene Liste, wie viel es insgesamt war.
Ist die Monatssumme erreicht, nimmt im laufenden Monat kein erlaubter Anbieter weitere Einzahlungen an, auch keinen weiteren Code.1 Ein gekaufter, noch nicht eingelöster Code ändert an dieser Grenze nichts.
Wenn die Kasse den Code nicht annimmt: so gehen Sie vor
Prüfen Sie zuerst, ob Sie den Code richtig eingegeben haben und noch auf derselben Domain sind. Versuchen Sie ihn nicht der Reihe nach auf anderen Seiten. Wer einen Code auf mehreren Seiten ausprobiert, gibt ihn womöglich genau dort ein, wo er nicht hingehört.
Vergleichen Sie die eingegebenen Ziffern mit dem Beleg, Ziffer für Ziffer. Am Handy schleicht sich leicht ein Tippfehler ein, und eine automatische Korrektur kann Zeichen verändern, ohne dass Sie es bemerken.
Nimmt die Kasse den Code weiterhin nicht an, fragen Sie den Kundendienst des Anbieters über den Kontakt auf seiner eigenen Domain. Ob Paysafecard an dieser Kasse überhaupt angeboten wird und mit welchen Beträgen, kann nur der Anbieter beantworten.
Geht es um den Code selbst, etwa um ein Guthaben, das Ihnen fehlt, ist Paysafecard der Ansprechpartner, nicht der Anbieter, bei dem Sie spielen wollten. Halten Sie den Kaufbeleg bereit, dazu Datum, Uhrzeit und Domain des Versuchs. Wir können zu einzelnen Codes oder Zahlungen keine Auskunft geben.
Was beim Bezahlen mit Paysafecard gilt, jeweils mit Quelle
Die drei Regeln gelten für jede Zahlungsart, auch für Guthabencodes. Paysafecard wird in keiner von ihnen eigens erwähnt.
Anbieterübergreifendes Einzahlungslimit 1.000 € pro Monat als gesetzlicher Grundwert; einen abweichenden Betrag darf ein Anbieter nur im Einzelfall festsetzen, wenn seine Erlaubnis das vorsieht (LUGAS) (GlüStV 2021 § 6c Abs. 1 und 4, gesetze-bayern.de, nachgelesen am 29.10.2026)Auch eingelöste Guthabencodes zählen auf dieses eine Limit.
Amtliche Whitelist der GGL, Stand der Liste 02.11.2026 (gluecksspiel-behoerde.de)Maßgeblich ist die eingetragene Domain, nicht das Paysafecard-Zeichen an der Kasse.
Spielersperrsystem OASIS (GlüStV 2021 § 8 Abs. 1 und 3, gesetze-bayern.de, nachgelesen am 29.10.2026)Eine Sperre greift bei jedem erlaubten Anbieter, auch wenn dort mit einem Code eingezahlt würde.
Vor der ersten Einzahlung mit Paysafecard
Vier Schritte, alle ohne eine Angabe von uns. Ob ein Anbieter erlaubt ist, entscheidet die amtliche Liste, nicht die Zahlungsart.2
Gleichen Sie die vollständige Domain in der Adresszeile mit der amtlichen Liste der GGL ab.2
Suchen Sie auf genau dieser Domain an der Kasse nach Paysafecard. Nennt die Zahlungsseite Paysafecard nicht, ist das die Antwort; nennt sie es, notieren Sie Mindest- und Höchstbetrag sowie mögliche Entgelte mit Datum.
Geben Sie den Code erst dort ein und nirgendwo sonst, auch nicht auf Nachfrage per Chat oder Telefon.
Zählen Sie den Betrag zu allen anderen Einzahlungen des Monats, bei jedem Anbieter und auf jedem Weg.